Bensheimer Bücherstube
Ingeborg Deichmann
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Unser Buchempfehlungsarchiv:



Roger Willemsen, Die Enden der Welt
S. Fischer Verlag, 541 Seiten, € 22.95
"Heute waren die Wolken eine Sehenswürdigkeit, nicht geringer als die Berge. Von ihrem Anblick ruhte ich mich aus, bis ich hungrig wurde. Da war es vier Uhr früh, alles schlief, und ich tappte durch die Gänge. Um halb sieben Uhr fiel mir eine Frau aus dem Aufzug entgegen, betäubt von Insektenspray. Ich hielt sie kurz im Arm."

zum Inhalt

Auf fünf Erdteilen war Roger Willemsen unterwegs, um seine ganz persönlichen Enden der Welt zu finden. Manchmal waren es die großen geographischen: das Kap von Südafrika, Patagonien, der Himalaja, die Südseeinseln von Tonga, der Nordpol. Manchmal waren es aber auch ganz einzigartige, individuelle Endpunkte: eine Bahnstation in Birma, ein Bett in Minsk, ein Fresko des Jüngsten Gerichts in Orvieto, eine Behörde im kriegszerrütteten Kongo. Immer aber geht es in diesen grandiosen literarischen Reisebildern auch um ein Enden in anderem Sinn: um ein Ende der Liebe und des Begehrens, der Illusionen, der Ordnung und Verständigung. Um das Ende des Lebens und um den Neubeginn.


Joachim Käppner, Berthold Beitz - Die Biographie
Berlin Verlag, 624 Seiten mit 4 Bildteilen, Leinen, Lesebändchen € 36.00
"Was für ein Leben! Und was für eine Lebensleistung!" (Helmut Schmidt)
Berthold Beitz hat Zeitgeschichte geschrieben. An der Spitze des Krupp-Konzerns war er über Jahrzehnte einer der einflussreichsten Männer der deutschen Wirtschaft, für den soziale Verantwortung stets im Mittelpunkt stand.

zum Inhalt

Seit den fünfziger Jahren machte er Krupp wieder zu einem weltweit anerkannten Unternehmen. Gegen zahllose Winderstände war er einer der Vorreiter der neuen Ostpolitik. Er sprach sich früh für eine Zwangsarbeiter- Entschädigung aus. Erst spät wurde bekannt, dass er während des Krieges in Polen Hunderten von verfolgten Juden das Leben gerettet hat - eine Tat, für die er in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als "Gerechter unter den Völkern" geehrt wurde. Sein Leben ist geprägt von mutigem, entschiedenem und oft einsamem Handeln, wie es nur eine große innere Freiheit möglich macht.
Übrigens: Das Vorwort zu dieser großartigen Biographie schrieb Helmut Schmidt!


Mario Vargas Llosa, Das böse Mädchen
Suhrkamp Verlag, 395 Seiten, € 24.80
Als er sie zum erstenmal sieht, tanzt sie den Mambo wie keine andere, damals in Miraflores, Sommer 1950. Sie ist, wie er, fünfzehn Jahre alt aber was für Freiheiten nimmt sie sich heraus! Wie aufregend wenig bekümmert sie all das, was man in diesem steifkatholischen Lima tut oder nicht tut.

zum Inhalt

Und dann ist sie plötzlich von einem Tag auf den anderen verschwunden. Die Erinnerung an das "böse Mädchen" und ihr geheimnisvolles Anderssein läßt Ricardo nicht mehr los. Seine Freiheit besteht darin, nach Paris zu gehen, als Übersetzer, ein intellektuelles Glück, von dem er glaubt, es könne ihm genügen. Da aber taucht aus heiterem Himmel das "böse Mädchen" auf, unterwegs nach Havanna, wo sie zur Revolutionärin ausgebildet werden soll. Sie lieben sich in einer Nacht, die bestimmt ist von dem Wissen, daß ihre Wege wieder auseinandergehen. Seinen hitzigen Antrag, mit ihm zu leben, hat sie lachend zurückgewiesen. Nicht lange darauf bricht sie als eine verheiratete Madame Arnoux wieder in sein Leben ein und zerstört seine mühsam wiedergewonnene Gelassenheit. Von da an wird sie, die ihm unter wechselndem Namen begegnet, in immer abenteuerlicheren und gefährlicheren Liebesverbindungen, zur Obsession seines Lebens. Der Literatur-Nobelpreisträger 2010 Mario Vargas Llosa erzählt das Rätsel einer Beziehung, deren Unglück und Glück, untrennbar, wie ein Verhängnis über den Liebenden liegt.


Elizabeth George, Wer dem Tode geweiht
Blanvalet Verlag, 829 Seiten, € 24.99

Thomas Lynley ermittelt wieder!


zum Inhalt

Nach Wochen der Einsamkeit fernab von London kehrt Thomas Lynley in die City zurück. Als Isabelle Ardery, eine Kollegin aus vergangenen Tagen, ihn um Unterstützung bei einem komplizierten Mordfall bittet, zögert er nur kurz und tut ihr den Gefallen. Zwei Jungen in Liverpool wurden entführt und grausam ermordet. Während Ardery im Laufe der Ermittlungen zusehends ins Kreuzfeuer der Kritik gerät, besinnt Lynley sich seiner früheren Stärken. Und seiner genialen Ermittlungspartnerin Detective Sergeant Barbara Havers.
Elizabeth George nimmt in ihrem neuen Buch Bezug auf einen authentischen Fall.


Margarete Mitscherlich, Die Radikalität des Alters
Einsichten einer Psychoanalytikerin. Mit einem Vorwort von Alice Schwarzer
S. Fischer Verlag, 267 Seiten, € 18.95



zum Inhalt

Dem Vergessen und Verdrängen und der Unfähigkeit der Deutschen zu trauern; der Emanzipation im weitesten Sinne, also der Befreiung von Denkeinschränkungen, Vorurteilen, Ideologien, aber auch im engeren Sinne der Emanzipation der Frau und ihrer Stellung in der Gesellschaft; den Geschlechterrollen, männlichen und weiblichen Werten. Zugleich reflektiert Margarete Mitscherlich das Älter- und Altwerden und beschreibt mit großer Offenheit, wie es ihre Sicht auf die Dinge prägt. In einem sehr persönlichen Stück beschreibt sie schließlich mit dem geschulten Blick der Psychoanalytikerin ihr Leben und Lebenswerk. Ein bewegendes Zeugnis lebendiger Zeitgeschichte.
Margarete Mitscherlichstudierte Literatur und Medizin in München und Heidelberg. In den 50er Jahren erhielt sie ihre psychoanalytische Ausbildung auch in Stuttgart und London. Zusammen mit ihrem Mann, dem Arzt und Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich verfasste sie unter anderem ihr Hauptwerk "Die Unfähigkeit zu trauern".


Jan-Philipp Sendker, Drachenspiele
Karl Blessing Verlag, 432 Seiten, gebunden, € 19.95
Sein zweiter China-Roman

zum Inhalt

Durch Christine's Hilfe hat Paul gelernt, mit dem Tod seines Sohnes zu leben. Sie hatten geplant, gemeinsam auf der kleinen, vor Hongkong gelegenen Insel Lamma zu wohnen. Doch Christine, die Pauls ganze Hoffnung ist, will plötzlich davon nichts mehr wissen. Ein Wahrsager hat sie zutiefst verunsichert. Plötzlich erhält sie von ihrem, seit der Kulturevolution verschollen Bruder einen brieflichen Hilferuf. Dort wo er lebt, erkranken und sterben Menschen und Tiere auf rätselhafte Weise. Paul, der rationale Westler, will der Sache auf den Grund gehen. Dabei bemerkt er zu spät, dass er sich und die Menschen, die um seine Hilfe baten, in höchste Gefahr bringt.

Sendker war Asien-Korrespondent des "Stern". Mit dem neuen Buch ist ihm ein genau recherchierter, spannender China-Roman gelungen, der Verständnis für die fremde Kultur mehrt - aber auch große Gefühle weckt.



Ken Follett, Sturz der Titanen
Lübbe Verlag, 1152 Seiten, Ln.gebunden, € 28.00
Drei Länder und drei Familien, deren Schicksale sich kreuzen, während der Schatten des 1. Weltkriegs die Welt verändert.

zum Inhalt

Wie in "Die Säulen der Erde" und "Die Tore der Welt" entwirft Follett in seinem neuen Roman das gewaltige Panorama einer ganzen Epoche. Der "Sturz der Titanen" ist der Auftakt zu einer dreibändigen Jahrhundert-Saga: Eine deutsche Aristokratenfamilie, die unter politischen Spannungen zerrissen wird. Eine Familie aus England zwischen Arbeiterschicht und Adel. Und zwei Brüder aus Russland, im Strudel der Revolution. Verflochtene Schicksale vor dem Hintergrund jener dramatischen Zeit. Grandios, eben Follett!


Jürgen Neffe, DARWIN - Das Abenteuer des Lebens
Verlag C.Bertelsmann, 544 Seiten, gebunden, € 22.95
Wer war Charles Darwin, der seine Heimat Großbritannien nur ein einziges Mal verließ, um an Bord der "Beagle" die Erde zu umrunden?

zum Inhalt

Wie ist er auf seine Ideen gekommen, die das Bild des Menschen von sich selbst mehr erschüttert haben, als alle anderen? Beigleiten Sie den Autor auf den Spuren Darwins und begleiten sie ihn auf der berühmtesten Reise der Wissenschaftsgeschichte.

Dr. Jürgen Neffe studierte Physik und Biologie. Sein Buch "Einstein - eine Biographie" gehörte zu den Sachbuch-Bestsellern des Jahres 2005. Er arbeitete 20 Jahre als Journalist und Redakteur u.a. für GEO und Spiegel.


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